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Fortsetzung: Strategien Holz zersetzender Pilze – Teil II
Hat der Pilz schon Fruchtkörper ausgebildet und der Baum liegt am Boden, kann der Fruchtkörper zunächst ein erhebliches Problem haben. Er kann nur dann Sporen ausbilden, wenn seine Hutunterseite waagrecht zur Erdoberfläche steht. Der Fruchtkörper kann durch den Fall auf der Seite liegen oder steht gar auf dem Kopf. Aber auch hier hatte die Natur ein Einsehen und „erfand“ den Geotropismus, d. h. die Kunst, sich aus der Schräglage zu befreien und seine Hutunterseite wieder dem Erdmittelpunkt zuzuwenden. Dafür hat der Pilz zwei Möglichkeiten. Entweder seine Lage ist nicht so „verfahren“ dass er sich über das Wachstum drehen kann oder aber die absolut schräg stehende Unterseite bildet neue Fruchtkörper aus, die wiederum in der Lage sind, Milliarden von Sporen zu bilden, in der Hoffnung, dass die eine oder andere Spore wiederum an einem Baum eine geeignete Eintrittspforde findet, damit die Gene dieses Pilzes, wie seit Jahrmillionen, weiter transportiert werden können.
Die Lebens – und Vorgehensweise dieser Spezies ist so facettenreich, dass diese hier im Detail nicht alle beschrieben werden können.
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Die Verdickung über dem Fruchtkörper war vor dem Fall des Baumes der eigentliche Fruchtkörper. Er konnte sich durch sein Wachstum in die richtige Richtung positionieren.
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Beispiel für die Ausbildung neuer Fruchtkörper nach dem Drehen des Astes. Aufnahme von hinten…
…und der gleiche Pilz in einer Aufnahme von vorne.
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